Archiv

Autor Archiv

Tunnel-sit-in

9. Juni 2012 Kommentare ausgeschaltet

Kunstaktion im öffentlichen Raum

Herzliche Einladung zu

23. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

Ich bin mit einem Werk vertreten. Mehr Informationen

Nähkästchen von Anne Mommertz 2011

Kategorien2012, aktuell, Ausstellungen, Jahre Tags:

Spaziergangsforschung

17. April 2012 Kommentare ausgeschaltet

 

 

Trauerort Düsseldorf

22. November 2011 Kommentare ausgeschaltet



Trauerort Düsseldorf, Berger Straße 18b in der Altstadt. Entwurf und Gestaltung: Anne Mommrertz 2010/2011

Die Initiative des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge, einen Platz und eine Form zu suchen für einen Ort, an dem  Flüchtlinge aus sehr verschiedenen Kulturen trauern können, ist ungewöhnlich und sehr mutig – eine ganz neue Idee ohne Vorbilder. – Eine schwierige und schöne Herausforderung an die künstlerische Gestaltung. Es ist mir eine  große Ehre, dass ich diesem Ort Form geben durfte.

Meine künstlerische Arbeit dreht sich schon seit vielen Jahren um Orte und um das Thema „Zuhause“. Ich arbeite im ganz konkreten Stadtraum in Zusammenarbeit mit vielen dort lebenden Menschen. Die extrem schnellen Veränderungen der Lebensumwelt durch die technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen führen dazu, dass ein großer Teil der Menschen hier sich entwurzelt oder nicht wirklich zuhause fühlt. Die Kultur, die den Lebensalltag einrahmt und sozial bindet, wächst  langsam hinter den Entwicklungen und Veränderungen her. Die kulturellen Bedürfnisse der Menschen werden von kommerziellen Zielen an den Rand gedrängt. Ich beschäftige mich damit, kulturelle Bedürfnisse unseres Zusammenlebens zu erfassen und neue Formen zu finden.

Hier ist ein kulturelles Bedürfnis formuliert worden. Nicht nur traumatisierte Flüchtlinge brauchen den Trauerort, um sich Ihren verstorbenen Familienmitgliedern und Freunden nahe zu fühlen. Sehr viele Menschen suchen nach einem Ort der Trauer und Besinnung. Seit ich an der Umsetzung des Entwurfes arbeite, haben mir das viele Menschen bestätigt. Ich hoffe, dass der Trauerort in diesem Sinne angenommen wird und so ein kleines Stückchen Kultur wachsen kann.

Die Idee meiner Formgebung ist mir bei der Betrachtung der speziellen Gegebenheiten des Ortes neben der Berger Kirche gekommen: zwei Wege führen an beiden Seiten der Bergerkirche vorbei in eine Ecke. Sie winden sich nun dort in einer Spirale bis zu einem Mittelpunkt, dem zentrum und Konzentrationspunkt des Trauerortes. Diesen Nullpunkt  kann man, ähnlich wie den Tod als nicht wirklich fassbaren End- oder Anfangspunkt deuten. Er ist von allen Seiten gleich, ohne Ausdehnung. Er gibt keine Richtung. Die hohen Mauern und die Kirche geraten durch diese Konzentration auf einen Mittelpunkt in den Hintergrund. Die Form der Spirale wird, soweit ich es recherchieren konnte, in den heutigen Religion / Kulturen höchstens am Rande verwendet. In vielen Naturreligionen hat sie einmal eine Rolle in Bezug auf Fruchtbarkeit, Leben und Tot gespielt.

Die Kieselpflasterung aus großen Rheinkieseln ist in Düsseldorf fast vergessen, an der Berger Kirche war sie vorhanden und ist in die neue Form der Wege eingebracht. Die Einfassung der Wege und die Steinbänke sind aus Belgischem Blaustein, der ebenfalls früher als Einfassung für Fenster und Portale viel genutzt wurde. Die eigentliche Architektur und Abschirmung des Trauerortes vom Trubel der Altstadt  bildet der hoch wachsende Bambus, dessen exotisches Aussehen sofort ins Auge fällt. Die Materialien sind bewusst eine Mischung aus Tradition und Fremdem.

Die Pflege der Pflanzen und Beete wird von Klienten des PSZ und dem Freundeskreis Trauerort geleistet. Ich danke sehr herzlich für diese wichtige Arbeit!

Anne Mommertz

Das Medienprojekt Wuppertal hat einen Film „Trauern in der Fremde“ gemacht, der die Entstehung des Trauerortesdokumentiert. Der Film ist als DVD erhältlich. www.medienprojekt-wuppertal.de  Mehr Information zum Trauerort unter www.trauerort-duesseldorf.de

20.11.2011 Eröffnung  Trauerort Düsseldorf

 

 

 

OBERBILK Die Geschichte eines Industrieviertels

21. November 2011 Kommentare ausgeschaltet

 

_______________________________________________________________________________

Mommertz_Oberbilk:Layout 1

Taschenbuch, 2010, 127 Seiten, über hundert Abbildungen, Euro 9,95  ISBN 978-3-7700-1385-2

Eigentlich heißt das Buch: OBERBILK Die Geschichte eines Arbeiterviertels. Wer das Buch aufschlägt, findet dort auch diesen Titel und inhaltlich ist hier auch der Schwerpunkt.

Kategorienaktuell, Veröffentlichungen Tags:

Dach überm Kopf

8. Mai 2011 Kommentare ausgeschaltet

Nähkästchen, Materialcollage 2011, Beitrag zur Gruppenausstellung „Dach überm Kopf“ bei der Galerie Peter Tedden

Nähkästchen von Anne Mommertz 2011

Kategorien2011, Ausstellungen Tags:

ZUHAUSE IN WERSTEN

22. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

Dieses Buch dokumentiert ein Projekt, dass die Künstlerin Anne Mommertz 2010 / 2011 mit dem Lore-Agnes-Haus, einer Einrichtung für psychisch kranke Senioren, und der Kindertagesstätte Opladener Straße initiiert hat. Beide Einrichtungen liegen recht nah beieinander im Stadtteil Düsseldorf-Wersten.

Das Buch ist für 30,00 € über die städt. Kindertagesstätte, Opladener Straße 60, 40591 Düsseldorf zu beziehen.

Muckefuck und Kälberzähne II

15. Dezember 2010 Kommentare ausgeschaltet

Muckefuck und Kälberzähne

27. Oktober 2010 Kommentare ausgeschaltet

Gesammeltes und Erinnertes aus der Nachkriegszeit in Holthausen

Verlängert bis zum 3.12.2010!!!!

„Nachgekochte Erinnerungen“:  Steckrüben, Muckefuck (Malzkaffee) oder die Graupensuppe (die großen Graupen wurden Kälberzähne genannt) haben viele Zeitzeugen der Nachkriegszeit das letzte Mal als Kind verspeist, als es nichts anderes gab und der große Hunger und die Unterernährung zu ewig gleichen Malzeiten zwang. Beim Kochen und probieren werden heute viele Erinnerungen wach!

„Weil das Gas abgestellt war, empfahl mir eine Nachbarin, auf einem umgedrehten Bügeleisen zu kochen.“ Zeitzeugen haben Vieles zusammengetragen, was noch aus der „schlimmen Zeit“ übrig geblieben ist. Wir sind auch weiterhin an Ausstellungsstücken zur Nachkriegszeit interessiert, weil wir die Ausstellung in einem Kellerraum (eingerichtet als Kellerwohnung) weiter für Interessierte öffnen werden.

In der Not malt die Kaffeemühle Mehl…

„Mein Vater hatte sich überlegt, dass die Familie am längsten von dem leben konnte, was er bei den Bauern hamstern ging, wenn er Roggen mitnahm. Also gab es bei uns Roggengrütze mit Wasser und Salz, jeden Tag. Es war schlimm, aber so sind wir nicht verhungert.

Eröffnung mit Muckefuck…

Holzlatschen, die aus drei Holzstücken zusammengesetzt wurden und Schuhe, die vorne aufgeschnitten waren, damit die Kinderfüße noch hineinpassten.

Die Puppe Gisela ist schon 70 Jahre alt, hat schon so einiges miterleben müssen und wird immer noch sehr geliebt von ihrer Puppenmutter.

Um den heißen Brei 2 am 02.10.2010

22. September 2010 Kommentare ausgeschaltet

Liverpooler Stehgrill & Cafe, Gruitenstraße, Oberbilk – Führung 02.10.2010

zakk, Fichtenstraße 40, Ausgangspunkt der Führung 20.7.10 (1. Führung um den heißen Brei)

Partyraum mit Küche, Gruitener Straße

Gruitener Straße 20.07.2010 (Erste Führung um den heißen Brei Oberbilks)

Zum Thema Oberbilk ist dieses Jahr erschienen:

Im Buchhandel 9,95 €