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Archiv für Juni, 2010

Ausstellungsbeteiligung Kunstverein Gießen

16. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

Kosmos Kiosk, Kunstverein Gießen
12.06.–21.08.2010 | Eröffnung: 12.06.2010 | 18 Uhr

A&O Echtfotopostkarten von Anne Mommertz und Oliver Gather seit 1995

Der A&O- Echtfotopostkarten-Verlag

Zwischen 1995 und 2003 realisierten Anne Mommertz und Oliver Gather den „A&O- Echtfotopostkarten-Verlag“.

Es entstanden insgesamt 44 Postkarten-Motive, die im Kern die inoffiziellen Ansichten Düsseldorfs zeigen. Alle Motive sind in kleiner Stückzahl produziert und handaufgezogen.


Zentraler Bestandteil war das aktive Anbieten der Karten im Stadtraum Düsseldorf mittels eines eigens entwickelten mobilen Verkaufsstands. Öffentlicher Raum sollte belebt und umgewertet werden.


Für die Ausstellung Kosmos Kiosk ist eine Neu-Auflage der beliebten Büdchenkarte und Taubenkarte erfolgt.


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Gewinn des Wettbewerbs: Künstlerische Gestaltung eines multikulturellen Trauerortes für das PSZ in Düsseldorf

11. Juni 2010 Kommentare ausgeschaltet

Es ist mir eine große Ehre, für die Klienten des PSZ, des Psychosozialen Zentrums für Flüchtlinge Düsseldorf, einen Trauerort gestalten zu dürfen. Auf dem Hof der Berger Kirche, einer kleinen Kirche in der Altstadt Düsseldorfs wird ein Ort entstehen, der traumatisierten und psychisch belasteten Flüchtlingen und Vertriebenen aus Krisenregionen der Welt hier die Möglichkeit der Trauer um ihre Angehörigen geben soll. Es wird aber auch ein öffentlicher Trauerort für alle, die ihn suchen.

Das Bedürfnis des Menschen, seinen Gefühlen und inneren Bewegungen eine äußere, sinnliche Form, einen Ort zu geben, ist für mich zentrales Thema. Kultur besteht aus gemeinsam getragenen Formen für die inneren Bedürfnisse in der Gesellschaft. In unserer sich schnell wandelnden Welt ist es nötig, die Bedürfnisse immer wieder neu zu formulieren und sensibel Formen zu suchen, die getragen werden können. Oft werden kulturelle Bedürfnisse heute von kommerziellen Zielen an den Rand gedrängt, verdrängt. Daher ist die Initiative des PSZ sicher ein zukunftweisendes Beispiel für die klare Formulierung eines heutigen Bedürfnisses unserer Gesellschaft an ihre Künstler. Dieser Trauerort wird der erste seiner Art in Deutschland sein.

Die Aufgabenstellung ist sehr komplex auf Grund der vielen kulturellen Unterschiede der Nutzer, der Trigger traumatisierter Menschen, die nicht berührt werden dürfen und der Gegebenheiten des Ortes selbst. Ich kann außerdem nicht behaupten, mich in die Bedürfnisse der Klienten des PSZ einfühlen zu können. Die Vorarbeit einer Gruppe aus dem PSZ mit Tilmann Krämer war mir bei meinem Entwurf eine große Hilfe.  Ob dieser Trauerort ein Teil unserer Kultur werden kann, werden die Besucher entscheiden. Mehr Informationen unter www.trauerort-duesseldorf.de/.

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